Urlaub machen mit oder ohne Katze?

Viele fürchten, dass die Zeit unbeschwerter Urlaube mit der Anschaffung einer Katze endgültig "passé" ist. Doch das muss nicht sein, da die Zahl katzenfreundlicher Pensionen ständig zunimmt. Dennoch sollte sich natürlich jeder Halter fragen, was der Vierbeiner besser verkraftet - den womöglich nur kurzen Trennungsschmerz bei der Ankunft in einer Katzenpension oder den Stress einer langen Flugreise? Hier sind also individuelle Entscheidungen und ein sorgfältiges Abwägen gefragt. So wird man, um nur ein Beispiel zu nennen, einer älteren, vielleicht gar herzkranken Katze, nicht unbedingt einen Aufenthalt im sonnigen Süden zumuten. Obwohl Spanien und ein Urlaub am Meer für Katzenhalter keineswegs automatisch tabu sind.

Ferienhäuser, in denen Katzen erlaubt sind, finden Sie auf vielen Urlaubs- und Internet-Portalen, was ein Auffinden geeigneter Objekte leicht macht ...

Bedenken sollten wir natürlich, dass - fast überall im Süden - die Temperaturen im Sommer jenseits der 30 Grad liegen, so dass für Familien mit Katzen und/oder Kleinkindern eher die Vor- bzw. Nachsaison in Frage kommt. Zumal die Anreise, je nach Urlaubsziel (und das gilt bereits für Südfrankreich!), schon mal 10 oder 14 Stunden in Anspruch nimmt. Ein Trinknapf und eine Flasche mit frischem Wasser muss also auf jeden Fall mit an Bord sein!

Zudem wäre es, auch für die menschlichen Insassen, durchaus wünschenswert, wenn der Wagen - im Idealfall ein Kombi - mit einer Klimaanlage ausgestattet ist. Vielleicht finden wir ja Großeltern, Verwandte oder Freunde, die ein solches Gefährt ihr eigen nennen und während des Urlaubs mit uns tauschen?

Natürlich sollte der Vierbeiner während der Fahrt so untergebracht werden, dass er nicht sich selbst oder den Fahrer gefährdet. Hierzu gibt es spezielle Boxen und Rückhaltenetze. Wann immer möglich, sollten wir genügend Futter von Zuhause mitnehmen, da nicht immer sichergestellt ist, ob "Muschis" Lieblingsmarke auch am Urlaubsort erhältlich ist.

Vorsicht übrigens vor allzu üppigen Mahlzeiten vor und während der Fahrt, da manche - zumal Jungtiere das Autofahren schlecht vertragen und schon mal zu spucken (alte Handtücher mitnehmen!) beginnen.

Neben der Haftpflichtversicherung, gehört heute vor allem der so genannte Europäische Heimtierpass ins Gepäck, in dem der Gesundheitszustand der Katze wie auch ihre Impfungen dokumentiert sind. Freilich gibt es Länder, die weitere, darüber hinausgehende Untersuchungen (etwa einen Nachweis über die Wirksamkeit der Tollwutimpfung) einfordern. Hier sollte man sich also rechtzeitig beim Tierarzt seines Vertrauens informieren.

Der kann auch darüber entscheiden, ob der Vierbeiner überhaupt für eine Reise fit ist oder vielleicht doch besser in einer der heute zahlreichen Katzenpensionen untergebracht wird? Natürlich werden sensible Tiere hier anfangs unter der Trennung leiden. Daher stellt sich die Frage, ob es Freunde oder Verwandte gibt, die das Tier vielleicht bei sich aufnehmen ...

Wobei eine gute Katzenpension für robuste Tiere kaum ein Problem darstellt. Natürlich sollten Zwinger und Boxen sauber und groß genug sein. Ist die eigene Katze unverträglich, muss natürlich sichergestellt sein, dass das Tier auch separat und ohne Kontakt zu Artgenossen gehalten wird. Hier macht es also Sinn, wenn man sich Räumlichkeiten wie auch Betreiber vorher ansieht!

Hat die Katze chronische Krankheiten, so wird man den Betreuern die genaue Verabreichung der Medikamente notieren und auf jeden Fall dafür Sorge tragen, dass für die Dauer des Aufenthaltes genügend Pillen und Tropfen zur Verfügung stehen.

Zusätzlich wird die Adresse des behandelnden Tierarztes wie auch die eigene Ferienanschrift (samt Handy-Nummer !) hinterlegt. Denn schließlich wollen wir uns ja erholen und nicht ständig von der Sorge um den geliebten Vierbeiner abgelenkt werden!

Schließlich wollen sich auch die übrigen Reisenden erholen und wir selbst ggf. ja im nächten Jahr wieder mit unserem Vierbeiner zurückkommen!

 

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